
was machen wir hier eigentlich
ein aquarell (von lat. aqua wasser) ist ein mit wasserlöslichen, nicht deckenden farben angefertigtes bild. dabei werden die aus einem bindemittel (gummi arabicum) und farbpigmenten bestehenden lasierenden farben mit wasser verdünnt und mit einem haarpinsel auf papier, pergament oder andere materialien aufgetragen. im unterschied zu gouache und tempera schimmert der malgrund durch die farben hindurch. farbmischungen entstehen in der regel durch das übereinandermalen verschiedener transparenter farbschichten. weiß entsteht dort, wo der papiergrund ausgespart wird.
na gut, zum glück sind wir selber nicht wasserlöslich, sonst hätten wir uns schon längst aufgelöst.

heute mussten wir mit touristen, auf ihren leihboot auf das meer hinaus.
wie schön, dass die manchmal nach einem tag, das navigieren, das meer und die insel besser kennen als wir und uns alles voller begeisterung erklären.
zum glück konnten wir auch auch auf der südseite der insel anlegen, nach einer stunde an land kamen sie dann doch wieder zurück und wollten wissen ob “wir” sie irgendwie falsch gelotst hätten.

der isla volante literaturpreis 2010
geht an hartmut abendschein
Sign: C_V/P3-2.089, (descriptor=Punkt, Komma, Strich)
Meine biometrischen Daten? Immer der Reihe nach: hier haben sie zwei Augen, ein halbes und ein ganzes, einen vorlauten Mund, eine schiefe Nase und ein Paar Ohren mit etwas Käse darin. Gerade hat man mir die Haare geschnitten, das dürfte ihre langweilige Zahlenkolonne irritieren. Hinterm Komma. Und mich abzulichten, war kein leichtes Unternehmen. Unschöne Dinge sind passiert: das Blitzen und Donnern, danach ein warmer Westwind in Photocolor bis hinein in die Ecken. Dort wurde ein Abzug bis zur Entsprechungslosigkeit beschnitten. Abgerundet, sagt man. Nur das Spiegelbild schaffen sie nicht, und auch nicht das Gegenüber der Welt. Man könnte sie also genauso gut erwürfeln: die Zahlen, die sie suchen.