das einhorn und das seepferdchen dachten sich, daß sie von unten nicht den rechten überblick über die sache behalten konnten, und riefen also ihre freundin, die feuerrote möwe, zu hilfe. die sah sich das ganze nun – einmal stündlich und sehr gründlich – von oben an und erstatte krächzend bericht über die stetig wechselnden standorte der in kleineren und größeren gruppen über die insel streifenden extreme horse searchers. so konnten das einhorn und das seepferdchen ihnen ganz gemächlich ausweichen und gingen unterdessen ihrem gewöhnlichen tagesgeschäft nach: ausschau halten nach jungfrauen und wasserbläschen, tau grasen, pirouetten drehen und träumen.
so viel lärm war schon lange nicht mehr gewesen auf der insel.
da bin ich auch immer wieder erstaut, auch ohne industriellem und motorisiertem lärm, ist die insel sehr laut und immer voller geräusche. möwengekreisch, wellen die brechen, bäume und äste die ächzen und die vielen menschen, die immer sehr laut sind, um gegen den lautstarken wind anzukommen.
ich dachte, die rote möwe sei ein kolibri. aber das mag daran liegen, dass ich diesen vogel ebenso mystisch finde wie das einhorn und das seepferdchen. der kolibri ist viel leichter als ein hufeisen, so leicht, dass es in der luft stehen kann und sehr sehr leise ist er auch (viel leiser als ein helikopter) und somit ideal als spion für den einsatz im alltagslärm. (allerdings ist der kolibri in starkem wind nicht einsatzfähig. da er aber nur auf dem amerikanischen kontinent vorkommt, vermute ich, dass isla volante im moment sowieso vor den küsten der neuen welt umherschwimmt und sich somit ausserhalb von kyrills einflussgebiet befindet.)
@mah und r&g: nicht erkannt? da wäre ich mir nicht so sicher. vielleicht wollte die piratin einfach mal ein wenig querschießen. das haben die damen mit den schwarzen segeln so an sich: von zeit zu zeit. es bereitet ihnen, sozusagen, vergnügen.
das mit dem wind allerdings, das wird dem kolibri tatsächlich ganz schön zu schaffen machen. vielleicht kann er sich ja mit dem seepferdchen zusammentun. gemeinsam reicht ihr gewicht wohlmöglich, um gegen das mächtige brausen zu bestehen.
esel, seepferdchen, einhörner, jungfrauen, cowboys, pfützen, kolibris, glücks- und versteckspiele, – ich fühle mich in meine kindheit zurückversetzt. auf isla volante hat man den jungbrunnen entdeckt! was jetzt noch fehlt, sind schimpfende eltern, die nicht verstehen, in welch wunderbarer welt ihr kind gerade lebt.
Einhörner deuten in der Tat auf Träume hin, auf schöne Träume…
kommentar vom 18. Januar 2007 10:30Mixcoatl und Coatlicue: Aus einer Nacht…
Mir träumte heut' nacht von einem Kolibri. Huitzilopochtli stand in der Luft, weil er den Boden unter den Füssen verloren hatte.
…
Trackback vom 18. Januar 2007 10:31das einhorn und das seepferdchen dachten sich, daß sie von unten nicht den rechten überblick über die sache behalten konnten, und riefen also ihre freundin, die feuerrote möwe, zu hilfe. die sah sich das ganze nun – einmal stündlich und sehr gründlich – von oben an und erstatte krächzend bericht über die stetig wechselnden standorte der in kleineren und größeren gruppen über die insel streifenden extreme horse searchers. so konnten das einhorn und das seepferdchen ihnen ganz gemächlich ausweichen und gingen unterdessen ihrem gewöhnlichen tagesgeschäft nach: ausschau halten nach jungfrauen und wasserbläschen, tau grasen, pirouetten drehen und träumen.
so viel lärm war schon lange nicht mehr gewesen auf der insel.
kommentar vom 18. Januar 2007 11:23da bin ich auch immer wieder erstaut, auch ohne industriellem und motorisiertem lärm, ist die insel sehr laut und immer voller geräusche. möwengekreisch, wellen die brechen, bäume und äste die ächzen und die vielen menschen, die immer sehr laut sind, um gegen den lautstarken wind anzukommen.
kommentar vom 18. Januar 2007 11:34hallo, da ist ja einiges los. wird wohl der bevorstehende sturm sein.
kommentar vom 18. Januar 2007 11:39ich dachte, die rote möwe sei ein kolibri. aber das mag daran liegen, dass ich diesen vogel ebenso mystisch finde wie das einhorn und das seepferdchen. der kolibri ist viel leichter als ein hufeisen, so leicht, dass es in der luft stehen kann und sehr sehr leise ist er auch (viel leiser als ein helikopter) und somit ideal als spion für den einsatz im alltagslärm. (allerdings ist der kolibri in starkem wind nicht einsatzfähig. da er aber nur auf dem amerikanischen kontinent vorkommt, vermute ich, dass isla volante im moment sowieso vor den küsten der neuen welt umherschwimmt und sich somit ausserhalb von kyrills einflussgebiet befindet.)
kommentar vom 18. Januar 2007 11:49@mah: es sollte ein kolibri sein. jetzt werden wir dann wieder getadelt, weil nicht alle unsere darstellung sofort erkannt haben.
kommentar vom 18. Januar 2007 11:54@rittiner&gomez: ja, ich hoffe, die bildermacherinnen illustrieren die bücher in der bibliothek etwas klarer.
kommentar vom 18. Januar 2007 12:01@mah und r&g: nicht erkannt? da wäre ich mir nicht so sicher. vielleicht wollte die piratin einfach mal ein wenig querschießen. das haben die damen mit den schwarzen segeln so an sich: von zeit zu zeit. es bereitet ihnen, sozusagen, vergnügen.
das mit dem wind allerdings, das wird dem kolibri tatsächlich ganz schön zu schaffen machen. vielleicht kann er sich ja mit dem seepferdchen zusammentun. gemeinsam reicht ihr gewicht wohlmöglich, um gegen das mächtige brausen zu bestehen.
kommentar vom 18. Januar 2007 12:05@euka: das tröstet uns natürlich. so haben wir ja die chance hier noch eine weile zu zeichnen und malen.
@martin: du siehst , auch wir sind eben ein wenig – piraten.
kommentar vom 18. Januar 2007 12:57esel, seepferdchen, einhörner, jungfrauen, cowboys, pfützen, kolibris, glücks- und versteckspiele, – ich fühle mich in meine kindheit zurückversetzt. auf isla volante hat man den jungbrunnen entdeckt! was jetzt noch fehlt, sind schimpfende eltern, die nicht verstehen, in welch wunderbarer welt ihr kind gerade lebt.
kommentar vom 18. Januar 2007 13:23sofffis träumerische tierwelten ziehen vorüber. ziemliche viecherei in sofffis träumen…
kommentar vom 18. Januar 2007 14:55