isla volante

logbuch der insel - rittiner & gomez

postkarte nr.8

text: markus a. hediger 30. Mai 2007

miraflores

Liebe Tante,

Ich wende mich an Dich mit der Bitte, mich wissen zu lassen, was Mutter daran hindert, mir zu schreiben. Sie antwortet nicht auf meine Briefe. Ich mache mir Sorgen und befinde mich zur Zeit in Miraflores. Eine verregnete Stadt ist dies und feucht. Tritt man vor die Tür, steht man bis zu den Knöcheln im Wasser und ruiniert sich die Schuhe. Ausserdem ist man im Nu klatschnass, was es gänzlich unmöglich macht, vor den Frauen der Stadt eine gute Falle zu machen. Bitte erzähle Mama nicht, wie ungehalten mich ihr Schweigen macht.

Ich stehe im Regen,
Dein Neffe

5 kommentare
  1. ksklein

    trägt man dort bei diesem wetter denn schuhe?

    kommentar vom 30. Mai 2007 08:31
  2. mah

    diese möglichkeit ist mir gar nicht in den sinn gekommen! das kommt davon, wenn man als fremder an seinen eitlen gewohnheiten festhält…

    kommentar vom 30. Mai 2007 08:38
  3. marea

    die schuhhändlerinnen wird es freuen.

    kommentar vom 30. Mai 2007 09:23
  4. HerrK

    sehr schön, peru. erinnert mich an le grand bleu. sprich schuhe und warme kleider fassen, berg hinauf und danach wieder runter ins amazonasbecken und all das nasse wetter wird auf ewig vergessen…
    (bin ein bisschen neidisch)

    und ist es dort nicht eher trocken? so trocken, dass der regen ein mehr als willkommen gast ist?

    kommentar vom 30. Mai 2007 20:30
  5. monoblog

    manchmal fällt einem einfach nichts zum schreiben ein, oder es ist zu kompliziert, oder man traut sich nicht – seiner mutter geht es wohl auch so..?

    kommentar vom 30. Mai 2007 21:39

kommentar feed rss 0.2 TrackBack URI

* erforderlich / mailadress wird nicht angezeigt